Die Bismarck - Geschichte


Schlachtschiff Bismarck vor Blankenese im Jahr 1940; am Heck die Schlepper Seebär und Falke
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Nach Erprobungsfahrten war die Bismarck im Frühjahr 1941 einsatzfähig. Sie erhielt Befehl, im Rahmen des Unternehmens Rhein­übung in den Atlantik durch­zu­brechen. Der Verband aus Bismarck und dem Schweren Kreuzer Prinz Eugen wurde bereits auf dem Marsch durch die Ostsee von der britischen Aufklärung erfaßt.

Trotzdem erreichte die Kampfgruppe unbe­helligt die Dänemarkstraße, wo es am 24. Mai zu einem Gefecht mit den britischen Schlachtschiffen Hood und Prince of Wales kam, in dessen Verlauf die Hood - der Stolz der britischen Marine - durch Artillerie­voll­treffer der Bismarck explodierte und sank.

Die Bismarck - fortan eine heldenhafte Legende - erhielt während des Gefechtes drei Treffer, die zur Verminderung der Fahrt zwangen und eine gut sichtbare Ölspur verursachten.

In dieser Situation wollte der Kapitän der Bismarck, Lindemann, das Schlachtschiff Prince of Wales verfolgen und versenken, um dann in einen deutschen Hafen zurückzulaufen. Flottenchef Lütjens befahl jedoch in Verkennung der Beschädigungen die Fortsetzung des Durchbruchs in den Atlantik. Die Prinz Eugen wurde zum Handelskrieg in den Atlantik entlassen, die Bismarck wollte einen französischen Atlantikhafen anlaufen.


Detailaufnahme Turm Bruno (rechts), mittlere Artillerie (links) und Gefechtsturm mit Admiralsbrücke.
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Erst am 26. Mai wurde das Schlachtschiff wieder von einem britischen Flugboot gesichtet.  Daraufhin wurde die britische Kampfgruppe Force H alarmiert, die von Gibraltar auf dem Weg war.
Flugzeuge des Trägers Ark Royal griffen das Schlachtschiff am selben Abend noch an und erzielten drei Treffer, von denen einer die Ruderanlage der Bismarck zerstörte, wodurch das Schiff manövrierunfähig wurde.

Nachdem in der Nacht ein Angriff britischer Zerstörer abgewehrt werden konnte, stand die Bismarck am Morgen den britischen Schlachtschiffen King George und Rodney sowie den Kreuzern Norfolk und Dorsetshire gegenüber.

Das Gefecht begann um 8.45 Uhr und dauerte bis 10 Uhr. Der Bismarck ging die Munition aus und sie war nur noch ein brennendes Wrack, so daß die Selbstversenkung angeordnet wurde. 2.106 Seeleute kamen ums Leben, nur 115 sowie Bordkater Oscar konnten gerettet werden.
 

Daten zum Schlachtschiff

Allgemein  
Kiellegung 01.07.1936
Stapellauf 14.02.1939
Indienststellung 24.08.1940
   
Bauwerft Blohm & Voss
Besatzung 2.200 Mann
Baukosten 196,8 Mio RM
   
Kommandant K.z.S. Ernst Lindemann
   
Schicksal  
Am 27.05.1941 nach langer Verfolgung und abschließendem schwerem Gefecht im Atlantik versenkt.
 
Technische Daten
Länge 251 m
Breite 36 m
Gewicht 45.950 t
Geschwindigkeit max. 30 kn
Reichweite 8.200 sm
   
Bordfahrzeuge
Flugzeuge 4 x Arado Ar 196
Beiboote insgesamt 16
   
Bewaffnung  
Schwere Artillerie 8 x 38 cm
Mittlere Artillerie 12 x 15 cm
Flugabwehr (FLAK) 16 x 10,5 cm
  16 x 3,7 cm
  12 x 2 cm
2 x 2 cm Vierling
   
Copyrighthinweise & Bildquellen

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