Baubericht Bismarck 1:700 » Rumpf » Holzdecks

Über die Farbe des Teak-Holzdecks der Bismarck gibt es viele Meinungen. Die Einen sagen, es war hell, die Anderen sagen, es war dunkel (Teak eben). Ich habe einige Darstellungen beider Varianten gesehen und jede hat was für sich, doch vor der Bemalung, kommt erst mal der Zusammenbau.
Zusammenbau der Decksteile Bild 2.1.1
Zusammenbau der Decksteile
Zunächst klebe ich die getrennt gelieferten Teile für das vordere und achtere Deck an das bereits im Rumpf befindliche Mitteldeck.
Leider gelingt es mir nicht die unschönen Nähte an den Stoßkanten sauber zu kaschieren.
Naiverweise versuche ich diese Kanten mit Revellkleber zu schließen, was zu einem leichten Einsinken des Decks auf Höhe der Türme Berta und Cäsar führt...
Um zu retten, was noch zu retten ist und die feine Plankenstruktur zu erhalten, ritze ich diese an der Übergangskante mit einem Cutter vorsichtig ein.
Das Ergebnis ist suboptimal, wie man weiter unten auf Abb. 2.1.3 deutlich erkennen kann.
Vielleicht lässt sich dieser Graben später noch irgendwie durch Besatzungsmitglieder oder herumstehendes Equipment ein wenig verdecken...
Das Holzdeck erhält seinen ersten Anstrich
Die Farbe für das Teak-Holzdeck der Bismarck hat mir sehr lange Kopfzerbrechen bereitet. Ich hatte das komplette Deck bereits einmal mit einer Mischung aus ca. 25% rot, 15% weiß und 60% gelb mit der Airbrush aufgetragen, aber nach einigen Wochen hin- und hergrübelns erschien es mir viel zu gelb...
Erst nach Tipps aus dem Modellboard und Experimenten an anderen Schiffsdecks hatte ich die - in meinen Augen - richtige Farbe gefunden: eine Mischung aus Citadel Graveyard Earth und einem Hauch Citadel weiß.
Um die Decksoberfläche für den Anstrich fett- und staubfrei vorzubereiten, reibe ich sie mit einem in Waschbenzin getränkten, fusselfreien Tuch ab.
Holzdecks Bild 2.1.2
Entgegen meines ersten Versuchs mit der Airbrush, arbeite ich diesmal mit einem feinen Pinsel, mit dem ich die Farbe etappenweise und in 2 Schichten in Richtung des Plankenverlaufs auftrage.
Diese Methode hat obendrein den Vorteil, dass die Oberfläche nicht ganz gleichmäßig mit Farbe bedeckt ist, was zu einem realistischerem Holzdecklook führt und verschieden getönte Planken simuliert.
Beim Anstrich versuche ich möglichst Details wie die Barbetten, Niedergänge oder Wellenbrecher auf dem Vorderdeck nicht mit Farbe zu besteichen.
Holzdecks Bild 2.1.3
Nach ca. 3 Stunden reiner Arbeitzeit (zwischen den zwei Arbeitsgängen liegen ca. 14 Tage) ist der Decksanstrich in beiden Schichten fertig.

Auf Abb. 2.1.3 ist der oben genannte Graben zwischen dem Vorder- und Mitteldeck deutlich sichtbar...

Nach Abschluss aller anderen Anstriche, werde ich vermutlich noch ein dünnes Washing mit dunkelgrau über das Deck legen, um die einzelnen Deckplanken deutlicher hervorzuheben.
Mit dem bisherigen Ergebnis bin ich sehr zufrieden! Hätte mir Wochen zuvor nicht träumen lassen, dass ich es so hinbekommen würde.