Baubericht Bismarck 1:700 » Ausrüstung » Großmast

Der Großmast bildet den höchsten Punkt auf der Bismarck. Auf ihm befinden sich unter anderem der Ruderlagenanzeiger, sowie Funk-Sende- und -Empfangseinrichtungen.
Bauteilübersicht Bild 6.1.1
Bauteilübersicht
Der mitgelieferte Großmast besteht zunächst aus 6 Bauteilen, die aber später noch durch PE-Teile und Eigenbauten ergänzt werden.

Auf Abb. 6.1.1 sehen wir unten links, den oberen und rechts den unteren Teil des Masts. In der Mitte liegen die Auspuffrohre für die Dieselmotoren. Direkt in der Mitte darüber findes sich der Ruderlagenanzeiger.
Ganz oben befindet sich die Abgabelung des Großmasts und rechts daneben eine Plattform für den unteren Teil.
Korrekturen am Mast Bild 6.1.2
Korrekturen am Mast
Fälschlicherweise hat Trumpeter die oberen Mastteile mit so komischen Ringen versehen (Abb.6.1.2 - links).
Wieso, weshalb, warum, weiß ich nicht. Aber dass die ab müssen, das weiß ich.

Also Nagelfeile raus und in knapp 2-stündiger Arbeit alle Ringe entfernt. Dabei muss ich sehr vorsichtig sein, da diese dünnen Teile extrem schnell abbrechen können.

Abb. 6.1.2 zeigt rechts das Ergebnis dieser Behandlung.
Großmast Bild 6.1.3
Auch der gegabelte Teil des Masts (links in Abb. 6.1.3) war in die Ring-Befreiungs-Aktion involviert und ist nun ringfrei.

Als nächstes wird der Ruderlagenanzeiger - oft auch fälschlicherwiese als Mastkorb bezeichnet (wir sind hier nicht auf einem Piratenschiff!) - auf halbe Höhe herunter geschliffen, da er später mit PE-Teilen verkleidet werden soll und dafür zu hoch ist (Abb. 6.1.3 - Einklinker).
Herstellung des Antennenschachts Bild 6.1.5
Herstellung des Antennenschachts
Bei diesem sehr schön und recht präzise detaillierten Bausatz aus dem Hause Trumpeter gibt es hier und dort doch den einen oder anderen Nachrüstbedarf.
So fehlt bei diesem Modell beispielsweise der Antennenschacht am Großmast. Und kleinlich wie ich nunmal manchmal bin, möchte ich diesen bei meinem Modell auch haben!

Im Prinzip liegt aber alles, was ich dafür an Material benötige, dem Bausatz bei und muss nur noch geformt werden.

Ich knipse mir zunächst ein kleines Stück vom Gußast des Modells ab (Abb. 6.1.5 - links).

Mit einem Cutter schneide ich dieses Teil dann erstmal grob zurecht und bringe es in eine ungefähre Form (Abb.6.1.5 - mitte).
Großmast Bild 6.1.4
Anschließend wird es in akribischer Kleinarbeit solange von allen Seiten mit grobem Schmirgelpapier bearbeitet, bis es die richtige Stärke und Form hat (Abb. 6.1.4).

Zum Schluß streiche ich - fast zärtlich - mit feinem Sandpapier über das entstandene Bauteil, bis alle Seiten glatt und die Kanten scharf sind.

Der gesamte Vorgang für die Herstellung dieses Teils dauert ungefähr 1 Stunde und hat schmerzende verkrampfte Finger und Hände zur Folge...
Zusammenbau der Großmastteile Bild 6.1.6
Zusammenbau der Großmastteile
Beim Zusammenbau der einzelnen Bauteile muß ich - insbesondere beim oberen und unteren Mastteil darauf achten, dass sie anschließend aus jeder Blickrichtung eine exakte gerade Linie bilden.
Daher lasse ich nach jedem Klebevorgang die Teile mindestens 15-20 Minuten lang trocknen, bis ich mit dem nächsten fortfahre.
Nach ca. 75 Minuten ist alles verklebt (Abb. 6.1.6).
Der rote Pfeil in Abb. 6.1.6 zeigt das selbst erstellte Teil für den Antennenschacht.
Veredeln mit PE-Teilen Bild 6.1.7
Veredeln mit PE-Teilen
Der Großmast sieht zwar schon ganz nett aus, aber irgendwie unspektakulär. Also müssen die PE-Teile (Foto-Ätzteile) ran.

Auf Abb. 6.1.7 oben in der Mitte sehen wir die besagte Verkleidung für den Ruderlagenanzeiger. Rechts ein paar Leitern und links sowie unten Verdrahtung und Fußpferde (Steigbügel für Personen) für die Rahen (Quermasten).
Alle Teile wurden mit einem Skalpell aus dem Rahmen getrennt und mit feinem Sandpapier geschliffen.
Großmast Bild 6.1.8
Zuerst bringe ich die vier Seitenwände des Ruderlagen- anzeigers mit Sekundenkleber an dem von Trumpeter vorgesehenen Teil an. Da der Sekundenkleber - wie der Name schon sagt - sehr schnell aushärtet, darf ich mir keinen Fehler erlauben.
Abgesehen von einer kaum wahrzunehmenden Neigung einer Wand geht aber alles gut :-)

Die beiden Leitern am unteren Teil des Masts zwischen Ruderlagenanzeiger, Platform und Kabinen sind weder vom Bausatz noch vom PE-Teile-Hersteller vorgesehen, aber am Original nunmal vorhanden.
Auch wenn man im Maßstab 1:700 nicht auf jedes Detail eingehen kann, so erscheint mir dieses doch als wichtig. Mein Entschluss verfestigt sich obendrein durch die Tatsache, dass just in dieser Woche die Ausgabe 69 der Amati Sammelserie um die Bismarck 1:200 erschien, in der es um den Bau eben dieses Großmastes geht und die mit großartigen Detailzeichnungen aufwartet.
Ich schneide mir also die benötigten Leitern vom WEM-Ätzteilsatz zurecht und hoffe, das sie mir nicht später an anderer Stelle fehlen werden...
Endspurt! Bild 6.1.9
Endspurt!
Zu guter Letzt wird noch der abgegabelte Teil des Großmastes mit PE-Teilen versehen und an den Großmast angeklebt. Dummerweise ist mir dabei ein Stück der Mastspitze abgebrochen, die schnell mit Sekundenkleber wieder befestigt wurde. Ich hoffe, das hält auch später, wenn die geplante Verkabelung des Masts angebracht wird.

Die Quermasten erhalten ihre Fußpferde und somit ist dieser Mast fertig!
Fazit
Alles in Allem hat mich der Bau des Großmastes ein Wochenende mit ca. 7 Arbeitsstunden, zahllose Nerven und Krämpfe in der Hand gekostet, aber Abb 6.1.9 sagt mir, diese Kosten haben sich gelohnt.
Später wird das Ganze natürlich noch bemalt.