Baubericht Bismarck 1:700 » Ausrüstung » Flugzeugkatapulte

Die Katapulte, die den Arados als Starthilfe dienen, sind bei diesem Trumpeter-Modell schon ganz akzeptabel aus Kunststoff modelliert - aber das im PE-Teilsatz beiliegende Material ist doch noch um Welten besser :-)
Verarbeitung des Rohmaterials Bild 6.3.1
Verarbeitung des Rohmaterials
Basis des Katapults ist diese auf Abb. 6.3.1 dargestellte und bereits von der Ätzteilplatine getrennte Schiene, die aber erst noch in Form zu bringen ist.

Zuvor wurden die kaum noch sichtbaren Abtrennpunkte von der Platine mit einer Feile nach Gefühl glatt gefeilt, denn spätere Makroaufnahmen verraten doch mehr, als das bloße Auge sieht.
Biegen der Teile Bild 6.3.2
Biegen der Teile
Mit meinem Etch-Bending-Tool erfolgt nun das Formen der PE-Teile. Dazu lege ich es an dem gewünschten Biegepunkt millimetergenau (besser noch genauer!) in das Gerät ein und falte die erste Seite um 90° nach unten (Abb. 6.3.2)

Genauso verfahre ich mir der anderen Seite und anschließend mit den Laufstegen auf beiden Seiten des Katapults.
Zwischenstand Bild 6.3.3
Zwischenstand
Nach nur 5 Minuten und fehlerfreiem Falten der Seiten sieht mein Katapult schon beachtlich aus! (Abb. 6.3.3)

Allerdings fehlen ihm noch ein paar - teils mikroskopisch kleine - Teile zur Vollendung. Aber um die kümmere ich mich später.
Einpassen am Deck Bild 6.3.4
Einpassen am Deck
Jetzt will ich aber erst mal wissen, ob das kleine Wunderwerk denn überhaupt an die dafür vorgesehene Stelle im Modell passt.

Also Modell her und vorsichtig einfügen. Ein kleines bisschen hakt das Ganze, aber nichts, was man später nicht noch wegfeilen könnte :-)

Sieht doch edel aus! (Abb. 6.3.4)
Der absolute Wahnsinn!!! Bild 6.3.5
Der absolute Wahnsinn!!!
Als nächstes komme ich zu den besagten Mikroteilen. Dabei handelt es sich um acht kleine Rädchen (Ø ca. 0,75 mm), von denen jeweils vier mit einem Stäbchen an jedem Ende des Katapults montiert werden (siehe rote Pfeile).

Das Stäbchen ist Teil eines über der Flamme gezogenen Gussasts und wird durch zwei dafür vorgesehene Löcher am Katapult gesteckt. Zwischen den Katapultwänden werden zusätzlich 2 Rädchen aufgesteckt, gleichmäßig positioniert und mit Sekundenkleber fixiert.
Ist das Stäbchen durch, wird noch jeweils ein Rädchen auf die überstehenden Enden geklebt.
Diese ganze Prozedur dauert pro Katapultseite ca. 30 Minuten und lässt sich ungefähr mit dem Einfädeln eines Fadens in ein exakt passendes Nadelöhr vergleichen. Eine ruhige Hand, ein gutes Auge und viel Geduld sind auf jeden Fall gefragt.
Flugzeugkatapulte Bild 6.3.6
Als vorerst letztes Bauteil folgt eine Leiste Abdeckplatten zum Be- und Übertreten des Katapults, die mittig darauf positioniert und verklebt wird.

Dann wird das Ganze noch einmal an die dafür vorgesehene Position des Modells gesteckt um einen Eindruck zu bekommen.

Ich bin begeistert - hoffentlich sieht das nach der Lackierung auch noch so aus...
Das fertige Katapult Bild 6.3.7
Das fertige Katapult
Das vorläufige Resultat dieses Arbeitsschrittes ist ein hoch detailliertes und ebenso hochwertiges Flugzeug- Katapult (auf Abb. 6.3.7 neben dem obligatorischen 1-Euro-Cent Stück), welches in ca. 3 Arbeitsstunden zurechtgebogen und zusammengebaut wurde.

Ich überlege, später eventuell noch eine Reling an die seitlichen Laufstege anzubringen.